Achtsamkeit

Gut gemeint- ist noch lange nicht -gut gemacht

..oder „wie ich erfolgreich die Grenzen meiner Kinder überschreite“….

Also ganz ehrlich, wer kennt nicht die Worte seiner Eltern (vorzugsweise seiner Mütter),

ich mein’s doch nur gut mit Dir“

und so bald Du selbst Mutter „fast erwachsener Kinder“ bist und keines falls, nur annähernd die gleichen Worte zu Deinen eigenen Kindern sagen möchtest, ja dann erwischt es Dich eiskalt.

Um es kurz zu machen, möchte ich mit euch etwas aus meiner eigenen Familiengeschichte teilen.

Mein Sohn, heute 19 Jahre alt, hat in den Jahren der Pflichtschulzeit, schien nicht ins „Normtypische Schema“ zu passen.

Oftmals habe ich die Gründe dafür in unserer Familie gesucht.

Bereits im Volksschulalter habe ich ihn fürs motopädagogische Turnen angemeldet, war beim Kinesiologen, beim Schulpsychologen, habe gemeinsam mit ihm Übungen gemacht, sozusagen alles was IHM weiterhilft, wurde getan.

Ich sehe heute noch die Szene vor mir, als er mit seinen ca. 7 Jahren auf meinem Schoß gesessen ist, ich ihm versichert habe, dass mit ihm, trotz der schulischen Herausforderungen, alles in Ordnung ist, und er mich einfach gefragt hat:“ warum machen wir denn dann so viel?!“

Wenn ich ehrlich bin, möchte ich heute noch weinen und ihn um Verzeihung bitten.

Vermutlich konnte nur ich nicht damit umgehen, ein Kind zu haben, dass vermeintlich nicht perfekt in unser Schulsystem gepasst hat.

Es waren fordernde Jahre der Schulzeit.

In diesen Jahren habe ich oft unsere Erziehung hinterfragt, das Übel in der Vater-Sohnbeziehung gesucht oder das Verhältnis von unseren beiden Kindern zueinander beleuchtet.

2016 begann ich meine Ausbildung zur Dipl. Humanenergetikerin und meine Zusatzausbildung in der Körperintervention Holistic Pulsing.

Manche Dinge während dieser Ausbildung, waren mir auch zuvor schon bekannt aber ich durfte auch viel Neues über mich dazu lernen.

Vor allem die Erfahrungen in den Holistic Pulsing Sitzungen, haben mich oft zum Nachdenken und Hinterfragen gebracht.

Wenn man Übungs-Einheiten absolviert, müssen am Anfang oft Familie und Freunde herhalten, und da man so überzeugt vom Nutzen der Sache ist und allen einfach nur Gutes tun möchte, schießt man schon gerne einmal übers Ziel hinaus.

Speziell die Familie, der man „es doch so gut meint„, wird dann eventuell, zwangsbeglückt.

Menschen im Gesundheitswesen oder in energetischen Berufen, können ein Lied davon singen, dass die eigene Familie, nicht unbedingt der Idealkunde ist.

Ich liebe meine beiden Kinder aus ganzem Herzen, und kann mit Stolz sagen, dass ich froh bin, dass wir uns gegenseitig annehmen so wie wir sind.

Um Nichts in der Welt möchte ich die beiden anders haben und freue mich einfach ihnen freizustellen ob sie meine Hilfe oder „wohl gemeinten Rat“ möchten oder eben nicht. 😉

Die Aufgabe der Umgebung ist nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.

(Maria Montessori)

Natürlich biete ich meiner Familie, nach wie vor, gemeinsame Pulsing- Sitzungen, an. Mein Gefühl und Wissen in dieser achtsamen Körperarbeit, lässt mich aber wissen, dass jeder nur das zulassen kann und soll, was gerade für ihn passt.

Alles kann, nichts muss!

Vermutlich das schönste Motto.

4 Gedanken zu „Gut gemeint- ist noch lange nicht -gut gemacht“

  1. Wundervoll! Danke für diese Worte. Meine Tochter ist 3 und die andere noch im Bauch. Super was du erkannt hast. Ich glaube das dieses Schulsystem für keinen von uns gemacht ist. Bin gespannt wo meine Kinder lernen…

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    1. Danke liebe Kathrin,
      Vermutlich muss man sich sehr genau anschauen, in welche Bildungseinrichtung (Kindergarten, Schule), man seine Kinder gibt. Es kommen halt so viele Faktoren zusammen und die beste Schule nütz nichts, wenn dann „schlechte“ Lehrer unterrichten.

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