Achtsamkeit, Altersbewusstsein, Pflege & Betreuung, Würde, Wertschätzung

Ganz einfach mit dem männlichen Zugang

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewußt, dann wirst du auf dem Weg, den du beschreitest, einen Gefährten haben. (tibetisches Sprichwort)

Mein Mann war vor einiger Zeit auf Tauch Safari und kommt so, mit vielen verschiedenen Menschen ins Gespräch.

Verschiedene Menschen komme zusammen, lernen sich kennen und so hat er mir erzählt, dass beim Plaudern auch die Frage aufgetaucht ist „was macht Deine Frau denn beruflich ?“.

Lange Zeit habe ich selbst mich damit abgemüht meinem Gegenüber kurz und knackig mitzuteilen was ich beruflich tue.

Dass ich als Dipl. Humanenergetikerin mit einer energetischen Körper Methode arbeite, ist für viele nachvollziehbar. Worum genau es aber bei meinem Tun der Pflegevision geht, ist wenigen klar.

Wenn ich anderen die Frage stelle „wie stellst Du Dir Deine Zukunft im Alter vor?“, dann ist meine Absicht natürlich mein Gegenüber zum Nachdenken anzuregen.

  • Wie möchte ich es denn tatsächlich selbst einmal haben
  • Wie möchte ich, dass mit mir einmal umgegangen wird
  • Kann ich mir sicher sein mit Wertschätzung und Achtsamkeit behandelt zu werden?
  • Werde ich meine Würde behalten können

Diese Fragen sind zumeist unbequem, sowohl für mein Gegenüber, als auch für mich. Denn um ehrlich zu sein sind es auch meine eigenen Ängste die sich hier widerspiegeln.

Selbst viele Jahre im Altenpflegebereich tätig zu sein, hat mich bestimmt sensibler für die Bedürfnisse von betagten, hochbetagten und/oder dezenten Menschen gemacht.

Daher freue ich mich immer wenn ich mit Menschen mit diesem Hintergrund arbeiten darf. Es ist immer ein bisschen wie beruflich heimkommen;)

Ich fühle mich aber auch den vielen Pflegekräften verbunden, die teilweise vielleicht demotiviert in ihre Pflegezukunft blicken.

Zu einem Teil liegt unser aller Pflegezukunft in den Händen der Pflegekräfte von morgen aber auch denjenigen die bereits viele Jahre ihren Beruf noch immer mit Empathie ausüben.

Pflegekräfte die den ihnen anvertrauten Menschen ihre Würde lassen und sich auch ihre eigene bewahrt haben.

SIE sind das große Potential.

IHRE Motivation zu erhalten und zu fördern ist unser Bestreben.

Zurück zu der, an meinen Mann, gestellten Frage „was ich denn beruflich mache“:

„Meine Frau arbeitet zu einem großen Teil mit Pflegekräften und Menschen in sozialen Berufen. Dort ist es nämlich so, dass man mit vielen Dingen konfrontiert wird und nicht alles ist leicht zu tragen. Dazu kommen noch die Sachen die man mit der Familie u.s.w. erlebt. Das ist so als würdest Du einen Rucksck tragen und die vielen Erlebnisse sind wie Steine, manche größer, manche kleiner aber insgesamt wird’s halt schon ziemlich schwer. Meine Frau macht sozusagen ein kleines Loch in diesen Rucksack, damit Stück für Stück dieser Last ein bisschen leichter wird. Meistens macht sie das mit verschiedenen Körpermethoden weil es den meisten von uns leichter fällt, zuzugeben dass wir Rückenschmerzen oder Verspannungen haben. Auch das sind Steine. Und so fühlt es sich dann einmal immer leichter an. Das geht halt nicht von heute auf morgen-Steine Einfüllen hat ja auch länger gedauert“.

Für diejenigen die meinen Mann nicht kennen muss ich erklären, dass er in der Familie als Meister der Metaphern gilt.  Was zwar manchmal nervig sein kann aber meistens trifft er damit den Nagel auf den Kopf.

Ich muss zugeben, dass ich bei seiner Erklärung kurz sprachlos war (was zugegebenerweise selten vorkommt).

Aber wo er recht hat, hat er eben recht 😉 Manchmal tut’s eben eine einfache Antwort.

In seinem Bestreben meine Arbeit anderen näher zu bringen, hat er vor kurzem zu einem Bekannten gemeint „das macht sie aber auch für Normale“ was eigentlich bedeuten sollte auch für Menschen ohne einen Pflegehintergrund;)  Und ja, ich arbeite leidenschaftlich gerne auch mit Menschen die sich, so wie ich, ganz einfach auf den Weg gemacht haben, sich mit ihren Stärken aber auch Schwächen wohl zu fühlen.

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