Bewusstsein, Entspannung, Gedanken, Körper, Geist, Seele

Vom ewigen „ich MUSS“

Wann beginnt unser ich MUSS?

Schon als Baby? Wenn ich darauf warten MUSS zu trinken/essen zu bekommen obwohl ich schon schreiend meinen Hunger kundgetan habe.

Als Kindergartenkind? Ich MUSS geduldig sein, wenn ein anderes Kind schaukelt und ich das auch möchte.

Als Schulkind geht es dann so richtig los. Ich MUSS still sitzen, MUSS meine Hausaufgaben machen, MUSS für Prüfungen lernen, MUSS mich anpassen…..

Ein, wie mir scheint, nie enden wollendes „ich MUSS

Ich höre Dich sagen „das ist halt so, schließlich müssen wir als Erwachsener auch Dinge erledigen, unsere Pflichten wahrnehmen.“

Was geschieht, wenn ich heute nicht einkaufen gehe obwohl ich gesagt habe ich MÜSSTE  den Einkauf erledigen, wie schrecklich wäre es die Wäsche heute nicht zu bügeln, wo ich mir selbst doch gesagt habe es tun zu MÜSSEN?!

Ja ich weiß, die Welt würde sich weiterdrehen.

„Was machst du dir so viele Gedanken, dann ist das halt heute nicht erledigt“, meint so mancher Mensch der diese MÜSSENS-Zwänge nicht kennt.

Vielleicht hast du schon einmal den Satz „Gar nichts muss ich, außer irgendwann sterben“, gehört.

Stimmt ja auch-irgendwie.

Was ist wirklich unaufschiebbar, unbedingt notwendig?

Zugegeben, es gibt viele Dinge die von Außen betrachtet nicht sein MÜSSTEN-und doch sind sie in unserem Kopf.

Das eigene Empfinden, das Gefühl wiegt dann doch oftmals schwerer als jede Logik.

Versprechen die wir uns oder anderen im Geiste gegeben haben, können genauso schwer wiegen wie das tatsachlich Ausgesprochene.

Wer kennt sie nicht, die Glaubenssätze unserer Kindheit

  • Du MUSST schön brav sein
  • Du MUSST leise sein
  • Du MUSST aufessen
  • Du MUSST die Hand geben etc.

Was ist geschehen, wenn wir diesen Aufforderungen nicht gefolgt sind?

Im schlimmsten Fall vielleicht eine Bestrafung, im besten Fall NUR ein strafender Blick.

Nicht zu tun was doch eigentlich getan werden MUSS und somit den Erwartungen nicht zu entsprechen oder sogar bestraft zu werden, sitzt tief in uns, ganz egal was der Verstand uns sagt.

Wir wissen was unsere Aufgaben in der Arbeit sind. Wissen vermutlich was wann zu geschehen hat und erledigen unsere Tätigkeiten.

Aber mal ehrlich-Aus wie vielen dieser Dinge, machen wir uns noch einen zusätzlichen Druck, weil wir das Gefühl haben

  • Ich MÜSSTE schneller sein
  • Meine Arbeit MÜSSTE besser sein
  • Meine Leistung-ICH MÜSSTE perfekt sein

Deine eigenen hohen Erwartungen-Dein eigenes „ICH MUSS“, kann in jedem Beruf schwer tragbar sein, da mein persönlicher Zugang im Pflegebereich liegt, möchte ich hier auf diesen besonders eingehen.

Zu Deinen ganz persönlichen Anforderungen (verpacken wir sie hier als“ ich SOLLTE“)

wie z.B.

  • Ich SOLLTE eine liebevolle Mutter/Vater sein
  • Ich SOLLTE eine tolle Geliebte/ein toller Liebhaber sein
  • Ich SOLLTE ein(e) gepflegte, attraktive Frau/Mann sein
  • Ich SOLLTE mich mehr um meine Eltern kümmern
  • Ich SOLLTE eine perfekte Gastgeberin sein

beliebig erweiterbar…….

 

kommen bei Menschen in Pflegeberufen vielleicht noch Muster wie z.B. :

Als Pflegekraft MUSST Du

  • Alle Patienten sympathisch finden
  • In Deinem Beruf aufgehen
  • Dich aufopfern
  • Anordnungen nicht hinterfragen
  • Egal was kommt alles akzeptieren, schließlich hast DU dich für diesen Beruf entschieden

etc……..

Schon alleine nur beim Schreiben fühlt sich das wie eine schwere Last an.

Dieser Last, die tatsächlich kaum zu tragen ist, wird dann oft nochmals durch körperliche Belastungen, eins draufgesetzt.

Wen wundert es dann noch, dass die Arbeit oder sogar das Leben selbst, mitunter als unerträglich empfunden wird.

Wie so oft im Leben gibt es niemals ein einziges Patentrezept.

So individuell wie wir Menschen nun einmal sind, so vielfältig können sich Lösungen für uns gestalten.

Empfinde ich meine zutragende Last-mein ich MUSS-ehr als körperlich unerträglich, wird es vermutlich mehr Sinn machen zuerst hier den Hebel anzusetzen.

Eine Massage, Shiatsu, Cranio Sacral Therapie, Lomi Lomi Nui, Holistic Pulsing-ganz egal-probier aus was für Dich passt.

Es kann gut sein, dass zuerst Deine Seele ihr Recht einfordert. Glaub mir bitte- auch dann ist es hilfreich den Körper zu unterstützen-Denn der Körper MUSS es immer aushalten!

Unterstützung kannst Du Dir auch in Büchern holen, versuch es vielleicht mit Louise Hay oder Byron Katie, um nur zwei von vielen zu nennen. Auch hier darf jeder seinen eigenen Zugang haben.

Vielleicht schreibst Du Dir einfach einmal alle Deine ICH MUSS auf.

Jeden einzelnen Gedanken.

Offen, ehrlich, ungeschminkt.

Was alles glaubst du in Deinem Leben zu MÜSSEN

Nimm Dir einen Punkt heraus und stell Dir nun folgende Frage

Was wärst Du OHNE diesen Gedanken

Wie würde sich Dein Leben ohne diesen Gedanken anfühlen

Was wäre anders ohne diesen einen Gedanken

 

Du kannst auch einfach für Dich selbst ausprobieren wie es sich anfühlt wenn Du einen Deiner „ich MUSS“ Gedanken durch „ich DARF“ oder „ich KANN“ ersetzt-Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Eines weiß ich aber gewiss

Du MUSST diese Dinge nicht alleine durchstehen.

 

Was Du zu müssen glaubst, ist das was Du willst.

(Marie von Ebner-Eschenbach)

 

 

 

 

2 Gedanken zu „Vom ewigen „ich MUSS““

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