Achtsamkeit

Muss es beim „Berührt werden“ denn immer nur um die anderen gehen!?

Als ich mir meine Frage vom letzten mal nochmals selbst gestellt habe „Wann hören wir auf berührt zu werden“, kam mir zuerst der Gedanke „Wann fangen wir eigentlich an, berührt zu werden?

Vielleicht schon wenn wir uns noch im Mutterleib befinden?

Spüren wir da schon die Berührung unserer Mutter, wenn sie sich selbst über ihren Bauch streichelt?

Fühlt es sich anders an wenn jemand anderes, z.B. der Vater dass tut?

Vielen Untersuchungen und Beiträgen zufolge, nehmen wir bereits als ungeborenes Kind, sehr vieles wahr, also könnte das schon der Beginn von Berührung sein.

Was aber, wenn die Schwangerschaft nicht die schönste Zeit einer Frau ist? Wenn vielleicht schon das Schwanger werden an sich, kein besonders angenehmes Erlebnis war?

Spüren wir auch das schon?!

Wie selbstverständlich wir doch annehmen, dass es wunderbar sein muss, ein neues Leben in sich zu spüren, muss nicht jede Frau es so empfinden?

Was denkt ihr?

Wenn eine Frau die Zeit des Schwanger seins (aus welchen Gründen auch immer), als keine angenehme Zeit empfindet, berührt sie ihren Bauch und somit das ungeborene Kind, dann trotzdem gerne?  Haben wir all diese Empfindungen mitbekommen?

Wie auch immer wir diese erste Zeit unseres Daseins, wahrnehmen – ganz egal was unsere Empfindung waren – wichtig ist was machen wir heute daraus?

Wie spüre ich mich heute?

Berühre ich mich selbst gerne? Und dabei geht es mir nicht einmal um Intimität.

Nein, ganz banale Dinge, wie sich nach dem Duschen Eincremen. Mache ich das gerne (trotz vielleicht vorhandener Dellen an den Oberschenkeln), wie achtsam beachte ich meinen Körper wenn er nicht mehr so knackig und straff ist, als mit 20 !?

Denkt nur einmal an eure Füße! die einzige Pflegezeit sollte wohl kaum darin bestehen, dass sie sowieso beim Duschen im Wasser stehen 😉

Wer von uns gönnt sich selbst wohl eine Fußmassage?  Unsere Füße tragen uns ein Leben lang, sie zeigen uns auch wie geerdet wir sind und wie sehr wir mit unseren beiden Beinen fest im Leben stehen. Unser gesamter Körper spiegelt sich auf unseren Fußsohlen wieder.

Daher bitte mit Bedacht eincremen! 

Auch unser Gesicht möchte bestimmt spüren, dass wir uns auch dann noch gerne berühren wenn ursprünglich, kleine Lachfältchen zu mehr werden.

Also ich geb‘ ehrlich zu, ich fühle mich beim Verlassen der Wohnung auch geschminkt beachtlich wohler. Lustig zu erwähnen, dass meine Mutter (75) zu mir (48) meint, :“Du hast es gar nicht notwendig Dich zu schminken“, dass gleiche sage ich immer zu meiner Tochter (21) 😉 ……

Also sollten unsere Mütter aus irgendeinem Grund, während der Schwangerschaft, nicht die erwartet schönste Zeit ihres Lebens gehabt haben und uns daher diese erste Berührung fehlen – Dann kann ich euch versichern– wir alle können uns in unserer eigenen Verantwortung sehr viel achtsame Zuwendung geben, indem wir uns bewusst Berührung schenken, sorgsam mit uns und unserem Körper umgehen UND dass auch anderen zukommen lassen!

Abschließend zu meinen heutigen Gedanken, die ich wieder in gänzlich unperfekter Art und Weise, mit euch teile:

Eigenliebe ist der Beginn einer lebenslangen Leidenschaft.

Oscar Wilde

(1854 – 1900), eigentlich Oscar Fingal O’Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

 

 

 

 

 

 

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