Wertschätzung

Was berührt Dich?

Wusstest Du, dass Primaten im täglichen Durchschnitt 90 Minuten Körperkontakt haben?

Befragte Paare, die in langjährigen Beziehungen leben, gaben dagegen an, in Bezug auf körperliche Nähe und Berührung, auf nicht einmal 10 Minuten täglich zu kommen.

Wir Menschen haben, wie alle anderen Säugetiere auch, ein elementares Bedürfnis nach Körperkontakt-Körperkontakt der außerhalb der Sexualität liegt.

Berührung ist eine unserer wichtigsten Formen der Kommunikation. Bekommen wir zu wenig davon, leiden wir.

Wir wissen dass Zu wenig Körperkontakt bei Kindern dramatische Auswirkungen hat, bis hin zur Bedrohung ihrer Existenz.

Die Folgen beim erwachsenen Menschen, der lange Zeit zu wenig oder gar nicht berührt wird, gehen bis hin zu Depressionen, Stress, Burnout……

Weit gefehlt, wenn wir glauben, dass ältere Menschen nur aus purer Langeweile zum Arzt gehen. Oft ist es die einzige Form des Körperkontaktes die sie erhalten.

Was glaubst Du wie viele Umarmungen wir am Tag brauchen um ÜBERLEBEN zu können?

Glauben wir Virginia Satire (eine der bedeutendsten Familientherapeutinnen Amerikas), dann brauchen wir täglich 4 Umarmungen um zu überleben.

8 Umarmungen um zu leben.

Und für unser inneres Wachstum (=unsere Entwicklung zum Mehr)benötigen wir

12 Umarmungen!

Was bedeutet das für jeden Einzelnen von uns?

Viele von uns, mich eingeschlossen, verbringen sehr viel Zeit am handy, Laptop, in sozialen Medien usw.

Wo bleibt die Zeit für Berührung?

Wie viel Berührung bekommst Du täglich?

Als Mensch, Frau, Mutter, Pflegefachkraft und Dipl. Humaenergetikerin ist BERÜHRUNG die wichtigste Komponente in meinem Leben.

Es ist auch heute noch schön meinen Kindern, die mittlerweile 23. und 21. sind, über die Wange zu streichen oder sie an mich zu drücken. Wenn auch zugegeben seltener als noch zu der Zeit als sie klein waren.

Der Körperkontakt zu meinem Mann ist auch in vielen Jahren ein wichtiger Teil unserer Beziehung und es gilt diesen immer wieder aufs neue zu erfahren.

Menschen zu berühren war ein Großteil meines Berufes als Pflegefachkraft. Wie sehr ich sie tatsächlich und ganzheitlich berührt habe, war mir früher nie so ganz bewusst.

Womit berühre ich Dich?

Sind es meine Worte mit denen ich Dich

  • begleite
  • unterstütze
  • wachrüttle
  • beschäftige
  • nachdenklich stimme
  • provoziere???

Wenn Du meine Art des Berührens während einer Sitzung kennengelernt hast, dann hast Du möglicherweise erfahren was es bedeutet sich

  • angenommen
  • entspannt
  • losgelöst zu fühlen.

Vielleicht aber auch verunsichert.

Weil Du nicht zuordnen konntest WAS Du gespürt und empfunden hast.

Berührung zulassen zu können ist etwas dass wir manchmal erst lernen müssen.

Berührung verbindet uns. Sie ist die Essenz in unserem Leben. Immer.

Verrate mir welche Bedeutung Berührung in Deinem Leben hat!

2 Gedanken zu „Was berührt Dich?“

  1. welche Gründe kann es haben, dass sich meine Tochter, 22, ungern von mir berühren läßt? Wir haben früher schon viel mit ihr gekuschelt und sie umarmt. Bei meinem Mann verhält es sich ähnlich, bei ihrem Freund ist es selbstverständlich und sie genießt es.

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    1. Oftmals sind wir unseren Kindern von Beginn an sehr nahe und innig mit ihnen verbunden. Eltern und Kinder übernehmen viel von einander, fühlen sich(bewusst oder auch unbewusst) für vieles verantwortlich.
      Manchmal kann das für beide Seiten als Enge empfunden werden(ebenfalls unbewusst). Da eine „gesunde“ Abgrenzung für alle Beteiligte notwendig ist, sehen wir oft keinen anderen Weg als uns tatsächlich ABZUGRENZEN. Wie von Dir beschrieben kann es die körperliche Distanz(=Abgrenzung) sein, manchmal ist es auch die räumliche Distanz z.B. wenn Kinder ins Ausland gehen. -In systematischen Aufstellungen kann das gut sichtbar werden.

      Mögliche hilfreiche Fragen die Du Dir stellen könntest:
      * wie sehe die Berührungsqualität mit Deiner Tochter aus, damit Du sie für „richtig“ empfinden könntest?
      * Woran würdest Du erkennen, dass die Berührungen zwischen euch „gut und richtig“ sind?

      Mit dem Freund ist die systemische Verbindung noch nicht so eng, daher gibt es hier vermutlich keinen Bedarf zur Abgrenzung.

      Gerade dann, wenn wir unseren Kindern immer sehr nahe waren, ist es schwer die Phasen der Abgrenzung annehmen zu können. Eventuell hilfreiche Sichtweise:
      *Es hat nichts mit der eigenen Person zu tun.
      *Es hat nichts mit mangelnder Zuneigung zu tun.
      Und es geht vorüber ❤

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